
Ava Kleinsorgen, Mitte vierzig, führt scheinbar ein geordnetes Leben: Sie ist Lehrerin an einem Berliner Gymnasium, Mutter von drei Kindern und Ehefrau eines beruflich häufig abwesenden Mannes. Doch hinter der Fassade wächst die Erschöpfung. Schlaflosigkeit, Überforderung und jahrelanges Funktionieren münden in einen Zusammenbruch, der Ava zu einem Klinikaufenthalt zwingt.
Dort wird sie mit einem lange verdrängten Kindheitstrauma konfrontiert. Anfangs begegnet sie therapeutischen Ansätzen mit Skepsis und Widerstand. Erst allmählich entdeckt sie neue Wege, sich selbst zu begegnen: therapeutisches Schreiben und Methoden der Positiven Psychologie helfen ihr dabei, Erlebtes zu verstehen und neu einzuordnen.
Besonders in der Lyrik findet Ava eine Sprache für das, was lange unaussprechlich blieb. Während ihres Heilungsprozesses erkennt sie, dass eine Rückkehr in ihr bisheriges Leben nicht möglich ist. Sie bricht auf – in ein neues Verständnis von sich selbst, von Familie und von Zukunft.
Am Ende steht kein einfacher Neuanfang, sondern die Entscheidung, das eigene Leben bewusst und selbstbestimmt neu zu gestalten.
Eintritt: 10€ (ermäßigt 5€)
Bezahlung vor Ort in Bar
Hinweis: Bei Anmeldung für andere Personen geben Sie bitte den Namen der besuchenden Person an, nicht Ihren eigenen!
Zur Autorin:
Julia Götz, geboren 1974 in Detmold, lebt mit ihren drei Kindern in Münster. Sie arbeitet als Lehrerin für Deutsch, Sport, Theater und kreatives Schreiben und ist zudem als Beraterin für positive Psychologie tätig. Für ihr Bühnenstück Zwischen zwei Welten wurde sie 2019 mit dem Sally Perel Preis für Respekt und Toleranz ausgezeichnet. 2024 erhielt sie den Dr. Julius Voos Preis für ihr Engagement in der Erinnerungskultur und gegen Antisemitismus. Ausgangspunkt für ihr literarisches Schaffen waren praktische Erfahrungen mit Methoden des therapeutischen Schreibens. zwischenzeilen ist ihr Debütroman.
